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© Roth die Paradies Gärten 

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Roswitha und Manfred Roth haben in ihrem Schaugarten in Reil einen Streifen Dahlien angepflanzt. In diesem Jahr begann die Blüte spät, doch die Knollenpflanze füllt den Garten bis zum Frost mit Farbe. TV-Foto: Kathrin Hofmeister

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Reil. TV-Garten im September: Dahlien gehören zu den beliebtesten Spätsommer- blühern. Man kann die Schmuck- und Schnitt- blume sogar zum Naschen gern haben. In Reil an der Mosel wissen Roswitha und Manfred Roth auch ihre kulinarische Qualität zu schätzen. Der TV war vor Ort. Kathrin Hofmeister

 

Reil "Manche schmecken nach Nuss, andere scharf würzig", sagt Manfred Roth und steckt sich ein paar Blütenblätter einer rot geflammten Kaktus-Dahlie genüsslich in den Mund. Essen ist nicht gerade das Erste, woran man bei Dahlien denkt. Doch für den Gartenbauer ist der kulinarische Aspekt ein weiterer Pluspunkt der beliebten Schmuckblume. Auf den Geschmack kommen immer mehr Dahlienfreunde (siehe Infokasten). Aber nicht nur die appetitliche Bandbreite, sondern auch die Vielfalt an Farben und Formen der Dahlien ist enorm.

Zur besseren Übersicht hat man die unterschiedlichen Sorten in 17 Klassen eingeteilt. Als Hobbygärtner muss einen das nicht unbedingt interessieren. Es hat aber Vorteile, wenn man für die unterschiedlichen Gartenansprüche gleich in der passenden Gruppe suchen kann: Für die Beetgestaltung mit Stauden beispielsweise eigenen sich dekorative Dahlien besonders gut. Im Pflanzkübel bieten sich kleinwüchsige Vertreter wie Mignon-Dahlien an. Sie werden nicht höher als 25 bis 40 Zentimeter. Wer Bienen in seinen Garten locken will, findet in einfachen Dahlien eine spätblühende Nahrungspflanze.

Als Schnittblumen sind Ball- und Pompon-Dahlien, aber auch Kaktus-Dahlien beliebt. "Je mehr man schneidet, desto mehr Knospen treiben sie nach", weiß Roswitha Roth und stellt einen Strauß aus verschiedenen Sorten zusammen. Dahlien sind ausgezeichnete Vasenblumen. Nach dem Schnitt sollte man sie sofort in Wasser stellen. Sie verwelken schnell.

Zu den wenigen Pflegearbeiten im September gehört das Ausputzen verblühter Blumen. So laufen Dahlien um diese Zeit zur Hochform auf und blühen bis zum Frost. Gegen Ende Oktober werden die Knollen im Schaugarten der Familie Roth für die frostfreie Überwinterung ausgegraben. "Dabei arbeiten wir immer mit einer Grabegabel", verrät der Gärtner einen Trick. "Mit dem Spaten spaltet man die Knollen leicht, mit der Hacke zerhackt man sie."

Bereits zum Abtrocknen werden die Gewächse nach Sorten sortiert in verschiedenen Kisten verstaut. Dann wandern sie in einen kühlen, frostfreien Überwinterungsraum: "Bei 10 Grad Celsius in der Halle dicht nebeneinander geschichtet, überwintern sie problemlos", sagt Manfred Roth.

Häufig hört man, die Knollen sollten in Sand, Torf oder Holzwolle eingeschlagen werden. Das sei sinnvoll, wenn man nur eine Knolle habe, meint der Gartenbauer: "Bei unseren 70 Knollen bleibt immer noch ein Teil Erde dran." Das reiche als Überwinterungsschutz gegen das Austrocknen aus. Denn Dahlien seien gar nicht so empfindlich, findet Roth und schiebt hinterher: "Das ist kein Porzellan." Zerbrechlich können sich hohe Dahlien aber doch zeigen, wenn sie nicht tief genug gepflanzt sind. "Stehen sie zu hoch, brechen sie wegen ihrer schweren Blattmasse leicht aus dem Austrieb ab", weiß Manfred Roth aus Erfahrung. Deshalb sollte man Dahlien beim Pflanzen mindestens zehn Zentimeter mit Erde bedecken.

Allgemein müssen hohe Dahlien zur besseren Standfestigkeit gestützt werden. Roswitha Roth bindet die Stöcke bereits nach dem ersten Austrieb, "sobald sie kniehoch sind", mit einer Bastschnur rundherum. Mitte August schlingt sie eine weitere Schnüre rund um den Dahlienstock. So steht der Streifen farbenprächtiger Dahlien als Augenschmaus standfest am Wegesrand der Schauanlage.

Bevor sich Hobbygärtner ans Experimentieren mit Gartensorten machen, sollten Informationen über den richtigen Umgang mit den inulinhaltigen Knollen eingeholt werden. Praxiserfahrung haben Mitglieder der Deutschen Dahliengesellschaft gesammelt und berichten beispielsweise im Jahrbuch 2015 darüber. Näheres findet man auf der Homepage der Gesellschaft unter <%LINK auto="true" href="http://www.ddfgg.de" text="www.ddfgg.de" class="more"%>

Extra: SCHAUGARTEN &QUOT;GREEN PARADISE"

Die Schauanlage des Baumschul- und Gartenbaubetriebes Roth in Reil liegt inmitten der Weinberge. Das Gelände besteht aus verschiedenen Teilen von der Apothekergartenecke mit ihren Heilpflanzen bis zum Sammelsurium alter Handwerksgeräte und ist noch im Werden begriffen. Das 5000 Quadratmeter große Areal kann von Donnerstag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden. Adresse: Gartenbau und Baumschule Roth, Auf dem Graben 6, 56861 Reil, Telefon 06542-21895.Extra: DER GESCHMACK VON DAHLIEN


Dass die Blüten der Dahlie essbar sind, ist bekannt. Man streut sie über den Salat, bereitet daraus Dahliengelee, Likör, Brotaufstriche und Gebäck. Seit neuerem werden nun auch die Knollen als Delikatesse entdeckt. In ihrem Ursprungsland haben Dahlienknollen als Nahrungsmittel eine lange Tradition. In Mexiko verwendet man sie wie Kartoffeln in diversen Gerichten. Die gekochten Knollen füllen mit Avocadocreme und Kakao Tortillas, werden als Gemüse verfeinert, zu Kuchen gebacken oder in den Obstsalat geschnippelt. Grundlage bilden häufig Wildarten wie die Scharlachrote Dahlie (Dahlia coccinea). In unseren Breiten haben die unter dem Begriff "DeliDahlien" vermarkteten Sorten für Aufsehen gesorgt. Ihre Knollen sollen im Geschmack Fenchel, Sellerie, Schwarzwurzeln oder Kohlrabi ähneln. Sie werden wie Kartoffeln gekocht, gebraten, gestampft oder frittiert.


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Dahlien als Augenschmaus und Gaumenfreude